Cyberkriminalität: Mögliche Gefahren des Internets

Gefahren im Netz, Internetsicherheit f�r Kinder

Warum bestehen Risiken?

Das Internet ist nicht mehr wegzudenken und immer mehr Services werden online genutzt, seien es E-Mail-Dienste oder Verwaltungsangelegenheiten. Für die Nutzung vieler Online-Dienste wird, unter Angabe persönlicher Daten, die Erstellung eines Benutzerkontos gefordert. Beim Online-Banking, Online-Shopping oder der Nutzung sozialer Netzwerke werden neben Adresse und Geburtsdatum, Zahlungsinformationen wie Kreditkartendaten oder eine Bankverbindung der Nutzer erhoben. Die Eingabe persönlicher Daten im Internet gehört für 78 Prozent der Deutschen zum modernen Leben dazu. Trotzdem gehen dreiviertel der Nutzer mit ihren persönlichen Daten im Internet vorsichtig um.

Die persönlichen Daten werden weltweit auf Servern von Unternehmen, die Online-Dienste anbieten, gesammelt und gespeichert. Es ist für den Verbraucher schwer nachvollziehbar, wo die eigenen Daten gespeichert und wie diese geschützt werden. Es besteht die Gefahr, dass Hacker persönliche Daten unerlaubt von Privatpersonen oder in großen Mengen von Unternehmen entwenden. Fast 2/3 der Onliner befürchten, dass Unberechtigte auf ihre persönlichen Daten im Internet zugreifen und ihnen finanzieller Schaden entsteht oder Angriffe auf ihre Daten nicht erkannt werden. Viele deutsche Nutzer hegen daher Misstrauen gegenüber Internetservices.

Unsere digitale Alarmanlage Owl alarmiert Sie, wenn Hacker Ihre gestohlenen Daten im Darknet zum Kauf anbieten. So können Sie rechtzeitig reagieren, bevor ein finanzieller Schaden eintritt und Internetdienste wieder sorgenfrei nutzen.

 

Was ist Cyberkriminalität?

Cyberkriminalität (engl. cyber crime) bezeichnet allgemein Straftaten, die mittels moderner Informationstechnik begangen werden. Laut dem Bundeskriminalamt umfasst Cyberkriminalität die Straftaten, die sich gegen das Internet, Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten.

  • Nach der polizeilichen Kriminalstatistik ist Cyberkriminalität im engeren Sinne (BKA, Cybercrime Bundeslagebild, 2015):Computerbetrug (51 Prozent)
  • Ausspähen/Abfangen von Daten (21 Prozent)
  • Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung (16 Prozent)
  • Datenveränderung, Computersabotage (8 Prozent)
  • Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten (4 Prozent)

Im Jahr 2015 stieg die Zahl der Computerbetrugsfälle um 5,6 Prozent und machte rund die Hälfte der Cyberkriminalitätsfälle aus. Beim Computerbetrug handelt es sich beispielsweise um die Nutzung missbräuchlich erlangter Kreditkartendaten für Transaktion. 9,4 % der Onliner wurden Opfer von Kauf- bzw. Buchungsbetrug (2015). Dabei werden die im Phishing ausgespähten und abgefangenen Daten verwendet.

Zwei Formen von Cyberkriminalität dominieren

Beim Phishing versuchen Datendiebe durch gefälschte E-Mails, Webseiten oder Kurznachrichten an die persönlichen Daten eines Internetnutzers zu gelangen. Durch das Vorspielen realer Identitäten oder Unternehmen wird der Nutzer getäuscht und zur Preisgabe persönlicher Daten aufgefordert. In der Kriminalstatistik wird dieses Vorgehen als Fälschung beweiserheblicher Daten und Täuschung im Rechtsverkehr bei der Datenverarbeitung erfasst.

Dieses Ausspähen und Abfangen von Daten wird als Identitätsdiebstahl bezeichnet. Weltweit wurden 707,5 Millionen Datensätze im Jahr 2015 entwendet. In 40 Prozent der Fälle handelt es sich um Identitätsdiebstahl. Die gestohlenen personenbezogenen Daten werden in der Regel im Darknet verkauft. Auf den Diebstahl folgt dann der Identitätsmissbrauch. Dabei werden die im Darknet erworbenen digitalen Identitäten für betrügerische Aktivitäten eingesetzt.

Computersabotage mittels Schadsoftware ist neben Phishing-Attacken für Hacker ein lukratives Vorgehen. Mit vergleichsweise geringem Aufwand versuchen sie möglichst viele internetfähige Endgeräte mit Schadsoftware zu infizieren, um so z.B. Kontodaten und Passwörter auszuspähen. Im Jahr 2015 wurden 12,5 Prozent Opfer eines Computervirus.

Aktuell ist der Anteil der Cyberkriminalität-Straftaten, der auf den Betrug mit Zugangsberechtigung zu Kommunikationsdiensten entfällt, relativ gering aber stetig wachsend. Dabei nutzen Internetkriminelle Sicherheitslücken und schwache Zugangssicherungen aus und greifen dadurch unerlaubt auf den Router zu, um beispielsweise gezielt sogenannte Mehrwertdienste, also Service Rufnummern, wie 0800 oder 0900, in Anspruch zu nehmen.

Cyberkriminalität ist ein wachsendes globales Kriminalitätsproblem, wobei von einer sehr hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Die Bekämpfung findet auf nationaler und internationaler Ebene statt. Nach der Cyber-Attacke auf 900.000 Router der Deutschen Telekom im November 2016, fordert der Firmenchef Timotheus Höttges eine „Nato für das Internet“. Für die Bekämpfung von Cyberkriminalität müsse eine bessere Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg stattfinden.

Wer kümmert sich um die Bekämpfung?

Internetkriminelle können ortsunabhängig und in der Regel unentdeckt agieren, was die Bekämpfung zu einer globalen Herausforderung macht. In Deutschland sind für die Bekämpfung und Strafverfolgung von Cyberkriminalität die Landeskriminalämter zuständig und das Bundeskriminalamt als Zentralstelle mit koordinierender Funktion auf Bundesebene. Betroffene von Cyberkriminalität wenden sich zunächst am besten an ihre örtliche Polizeidienststelle.

Informationen zur Bekämpfung von Cyberkriminalität stellt der eco – Verband der Internetwirtschaft bereit. Auf botfrei.de hilft eco Onlinern Botnet-Infektionen zu beseitigen.

Um das grenzüberschreitende Problem zu lösen, obliegt dem bei Europol angegliederten European Cybercrime Centre (EC3) auf Europäischer Ebene eine wichtige Rolle. Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Cyberkriminalität setzt auch das Interpol-Büro in Singapur.

Durch den stetigen technologischen Fortschritt gestaltet sich die Bekämpfung von Cyberkriminalität im Allgemeinen und illegalem Handel sowie Schutz vor unautorisierten Zugriffen im Besonderen als Herausforderung.

Schutz vor Cyberkriminalität

Rund 88 Prozent der Internetnutzer wollen ihre persönlichen Daten besser schützen. Die 69 Prozent der Onliner, die sich selbst für den sorgsamen Umgang mit ihren persönlichen Daten im Internet verantwortlich fühlen, verfolgen den richtigen Ansatz. Überall dort, wo Menschen im Internet unterwegs sind, kann Cyberkriminalität stattfinden. Der beste Schutz besteht darin, es den Datendieben und Internetkriminellen möglichst schwer zu machen, an die persönlichen Daten zu kommen.

Zusätzlich absichern können Sie sich mit unserem Identitätsschutz Owl, denn Owl alarmiert Sie wenn Hacker Ihre Daten im Darknet zum Handel anbieten zur Nutzung für Cyberkriminelle. Zusätzlich bietet Owl Ihnen individualisierte Maßnahmenpläne, um Schäden durch Datenmissbrauch abzuwenden.

Die Verwendung sicherer Passwörter ist dabei elementar. Zudem sollte man überall da, wo persönliche Daten gefordert werden, vor der Eingabe nochmal überprüfen, dass es sich um eine seriöse Seite handelt und einen Blick in die AGBs oder das Impressum werfen. Ebenso empfehlen wir auf eine sichere SSL-Verschlüsselung (https in URL) der Domain zu achten. Insbesondere beim Online-Shopping und Online-Banking sollte auf Nummer sicher gegangen werden, bevor Bankverbindungen und andere sensible Finanzinformationen preisgegeben werden.

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