Identitätsmissbrauch im Internet – Richtig Vorbeugen

Gefahren im Netz

Was kann passieren, wenn meine Daten gestohlen und missbraucht werden? Als Identitätsdiebstahl wird die missbräuchliche Nutzung personenbezogener Daten (Identität) durch Dritte bezeichnet. Die Identität einer Person kann im Netz vor allem durch Identifikations- und Authentisierungsdaten (z.B. Login-Daten, Kreditkartendaten, E-Mail-Adressen) festgestellt werden. Gelangen diese Daten in die falschen Hände, kann die Konsequenz eines solchen Missbrauches bedeuten, dass Cyberkriminellen die gestohlene Identität beispielsweise für Online-Bestellungen nutzen. Der Identitätsdiebstahl im Internet wird auch Identitätsbetrug, Identitätsmissbrauch oder Englisch „identity theft“ genannt.

Ein Tipp vorab: wenn Ihnen die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten am Herzen liegt, dann lernen sie jetzt Owl – Ihre digitale Alarmanlage im Internet kennen.

Die durch Identitätsmissbrauch verursachten Kosten werden den Betroffenen in Rechnung gestellt, die diese selbstverständlich nicht tragen wollen. Die Folgen können verheerend werden. Inkassounternehmen werden eingeschaltet: Mahnungen, Kontopfändung und Post von der Staatsanwaltschaft sind dann die unangenehmen Konsequenzen. Dazu kommt noch der Schaden an der eigenen Person, etwa durch negative Schufa-Einträge.

Warum sind die Daten nicht sicher?

Identitätsdiebstahl kann mittels Social Engineering erfolgen, also durch die illegale und vom User meist unbemerkte Installation von Schadprogrammen auf Endgeräten oder durch Datenklau nach dem Hacken von Internetseiten. Meist hat der Angreifer kein Interesse an der Übernahme der reellen Identität der Person. Er ist also nur selten auf Rufschädigung aus, sondern nutzt die Daten vorwiegend zu seinem Vorteil, beispielsweise für Warenkreditbetrug. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Jahr 2015 in Deutschland 244.528 Straftaten festgestellt, auf die das Merkmal „Tatmittel Internet“ zutraf. Für das Jahr 2016 stuft sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Gefährdung eines Identitätsdiebstahls im Lagebericht der IT-Sicherheit als hoch ein. Es gibt verschiedene Gründe für Kriminelle, sich eine gestohlene Identität zuzulegen:

  1. Warenkreditbetrug auf Kosten der Person
  2. Rufschädigung mit Hilfe der geklauten Identität
  3. Zum Mobbing und Stalking unter Nutzung der gestohlenen Identität
  4. Handel mit verbotenen Waren unter der falschen, geklauten Identität

Wie kann man sich vor Identitätsdiebstahl und Identitätsmissbrauch schützen?

Wenn jemand mit Ihren persönlichen Daten betrügen möchte, braucht er vor allem eins: Ihre persönlichen Daten. So einfach das klingt, so einfach ist es in aller Regel auch für Kriminelle, sich diese Daten zu besorgen. Denn meistens sind es die Opfer selbst, die zu sorglos mit ihren Identitätsdaten umgehen. Jetzt sofortiger Datencheck im Darknet mit Owl – unserer digitalen Alarmanlage. Achten Sie also darauf, wie und wo Sie Ihre Daten im Internet preisgeben, und seien Sie lieber etwas zu misstrauisch. Geben Sie Ihre persönlichen Daten nur auf vertrauenswürdigen Webseiten und über verschlüsselte Verbindungen ein! Diese sind mit einem „https“ und einem Schloss in der URL Zeile gekennzeichnet. Zudem sollten Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen überprüfen.Auch eine Owl-Mitgliedschaft schützt vor Identitätsmissbrauch im Internet und unterstützt Sie in Puncto Datensicherheit. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Computer-Sicherheit. Für verschiedene Zugänge oder Dienste sollten Sie immer unterschiedliche Passwörter verwenden, die jeweils sowohl Buchstaben und Zahlen als auch Sonderzeichen enthalten sollten. Neben sicheren Passwörtern gilt es bei E-Mails vor allem auf Phishing-Mails zu achten. Besonders E-Mails mit unbekanntem Absender können gefährlich sein. Selbstverständlich sollte heute der Einsatz einer Firewall und stets aktueller Software inklusive Antiviren-Software sein. Wenn Sie ihren Computer, Ihr Smartphone oder Tablet verkaufen, verschenken oder entsorgen möchten, sollten sie vorher alle persönlichen Daten restlos und sicher entfernen. Um zu verhindern, dass Ihre Daten in die falschen Hände geraten, ist es ebenfalls wichtig, Papiere mit personenbezogenen Daten, die Sie wegwerfen, vorher immer sorgfältig zu zerreißen. Wenn Sie diese Punkte beherzigen, minimieren Sie das Risiko eines digitalen Identitätsdiebstahls erheblich und beugen so dem Datendiebstahl gezielt vor.

Alle Tipps in der Übersicht:

  1. So wenig personenbezogene Daten wie möglich preisgeben
  2. Persönliche Daten nur auf vertrauenswürdigen Webseiten eingeben, die über eine sichere https-Verbindung verfügen
  3. Kontoauszüge regelmäßig auf unerklärliche Abbuchungen durchsehen
  4. Im Internet recherchieren, welche eigenen personenbezogenen Daten öffentlich einsehbar sind
  5. Sichere Passwörter verwenden: Experten raten zu einer Kombination von Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung), Sonderzeichen und Zahlen. Verwenden Sie jedes Passwort nur einmal
  6. Sicherheitssoftware installieren; Internetbrowser, Betriebssystem, Firewall und Antiviren-Software immer auf dem neusten Stand halten
  7. Sämtliche persönliche Daten sicher löschen, bevor Sie Ihren Computer, Ihr Smartphone, etc. entsorgen oder verkaufen
  8. Papiere mit persönlichen Daten vor dem Wegwerfen sorgfältig zerreißen

Wie sollten sich Opfer eines Identitätsdiebstahls verhalten?

„Die Folgen, die ein Identitätsdiebstahl für den Betroffenen mit sich bringt, können bis zur Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz reichen“, erklärt die Gewerkschaft der Polizei auf ihrer Internetseite. Daher sollten Sie sofort handeln, wenn Sie glauben, Opfer eines Identitätsmissbrauchs oder Identitätsdiebstahls zu sein:

  1. Bank oder Kreditinstitut kontaktieren: Stellt man als Nutzer unberechtigte Abbuchungen von Konto oder Kreditkarte fest, so sollte man sich so schnell wie möglich an den Kundenservice seiner Bank oder seines Kreditkartenherausgebers wenden und dort darauf hinweisen, dass man eventuell Opfer eines Identitätsmissbrauches sein könnte.
  2. Anbieter benachrichtigen: Das gleiche gilt für Anbieter eines Online-Shops oder eines Webportals: Stellen Sie fest, dass mit Ihren Daten Waren eingekauft wurden, müssen Sie umgehend den Betreiber informieren. Dieser kann auch unter Umständen anhand der genutzten IP-Adresse bei der Aufklärung mitwirken.
  3. Zugangsdaten ändern: Stellen Sie einen Identitätsmissbrauch fest, so sind zwingend alle Zugangsdaten zu ändern. Dies gilt unbedingt auch für Seiten, auf denen man sich mit denselben Daten einloggt.
  4. Systemsicherheit prüfen: Als Opfer eines Identitätsmissbrauchs sollte man sein gesamtes IT-System überprüfen lassen. Neben der Systemprüfung durch einen aktuellen Virenscanner gehört dazu auch der Einsatz einer Anti-Spy-Software. Beides ist in gängigen Internet Security Softwarepaketen enthalten.
  5. Behörden einschalten: Stellen Sie bei der zuständigen Polizei oder Staatsanwaltschaft eine Verlust- oder Diebstahlsanzeige. Sie erhalten dann eine Bescheinigung der Diebstahlanzeige, die Sie z.B. bei der Führerscheinstelle vorlegen, damit Sie nicht den gesamten Betrag der Führerscheinersetzung zahlen müssen. Die Bescheinigung spart nicht nur Geld bei der Beantragung der neuen Dokumente, sondern ist auch wichtig, wenn Sie mit Ihrer Bank, der kreditkartenausgebenden Institution oder der Schufa Kontakt aufnehmen. Bei der Schufa können Sie sich hier ein Formular herunterladen, mit dem Sie sich als Betroffener von Identitätsdiebstahl registrieren lassen, um zukünftigen Betrug zu vermeiden.

Weitere Infos und Hilfe zum Thema Identitätsdiebstahl

Weitere Infos bietet beispielsweise die Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet. Das Beratungstelefon ist montags von 16 bis 18 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr zu erreichen unter 0234/3 22 80 58. Aktuelle Infos gibt es auch in einem Newsletter vom Bürger-CERT, einem Projekt des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Gerne stehen auch wir von Owl Ihnen in solchen Fällen zur Verfügung. Unsere 24h-Hotline hilft Ihnen jederzeit weiter. Sie erreichen uns unter der Nummer: 040 – 87607515. Außerdem erhalten Sie hier auf unserem Blog aktuelle Informationen, um unberechtigten Zugriff von Dritten auf Ihre persönliche Daten zu vermeiden, sodass Sie sich künftig effektiver schützen können. Nutzen Sie unseren sofortigen Datencheck im Darknet mit Owl – unserer digitalen Alarmanlage. Wir helfen Ihnen, das Risiko von Reputationsschäden und finanziellen Schäden zu minimieren.

Mehr zum Thema

0 Kommentare

Share This