Was ist Datenmissbrauch?

Trends und Tipps

Datenmissbrauch ist die kriminelle Nutzung von Daten gegen die Einwilligung des Opfers. Bevor die Daten missbräuchlich genutzt werden, müssen Sie gestohlen oder illegal gekauft werden.

Selbst milliardenschwere Unternehmen wie Yahoo oder die Deutsche Telekom werden scheinbar zu leichten Opfern von Datendiebstahl. Meldungen dieser Art häufen sich in letzter Zeit. Entsprechend groß ist die Sorge bei Verbrauchern. Noch viel größer ist aber ist die Angst vor finanziellen Schäden oder Reputationsschäden, wenn gestohlene Daten dann auch noch missbräuchlich verwendet werden. In Anbetracht der jüngsten Entwicklung und des Ausmaßes von Datenschutz-Problematiken im Netz, ist diese Befürchtung durchaus berechtigt.

Bevor Cyberkriminelle Ihre Daten zum Missbrauch nutzen, kaufen Sie diese meist im Darknet. Unsere digitale Alarmanlage Owl warnt Sie, wenn Ihre Daten dort gehandelt werden – Bevor Sie finanziellen Schaden davon tragen.

Wie gelangen Datendiebe an Ihre Daten?

Vor dem Tatbestand des Datenmissbrauches steht der Datendiebstahl. Das Risiko des Datendiebstahls ist allgegenwärtig und besteht Zuhause, unterwegs oder im Internet. Im Alltag nutzen Sie häufig (persönlichen) Daten wie Name, Adresse, Geburtstag, Kontonummern oder Kreditkartennummern von Ihnen, Ihrer Familie oder Ihrer Firma, um z.B. Online Bestellungen zu tätigen oder Online Services, wie Online-Banking zu nutzen. Persönliche Daten sind überall gefragt, sogar um in Foren Beiträge zu verfassen. Zudem geben viele Nutzer freiwillig in sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder Google+ eine Vielzahl von persönlichen Daten an. Einige kostenlose Software, Apps und Plug-Ins fordern die Angabe von persönlichen Daten. So gewährt jeder WhatsApp-Nutzer der Software das Auslesen sämtlicher auf dem Endgerät gespeicherter Kontaktdaten. Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Es ist die Währung, mit der wir vermeintlich kostenlose Dienste zahlen.

Datendieben offerieren sich folglich sehr viele Gelegenheiten, Ihre persönliche Daten zu entwenden. Dabei nutzen Sie unterschiedliche Methoden, um an diese Daten zu gelangen. Ziel dieser Methoden ist es, illegal an die Daten der Nutzer zu kommen oder den Zugriff auf das entsprechende Benutzerkonto und die darin gespeicherten Informationen zu erlangen.

  • Phishing ist Datendiebstahl via gefälschter E-Mails, Webseiten oder Kurznachrichten. Dabei wird versucht durch die meist perfekte, am Corporate Design angepasste Nachahmung des Internetauftritts einer vertrauenswürdigen Stelle an die persönlichen Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen, in dem diese zur Eingabe ihrer (Login-)Daten in ein Online-Formular aufgefordert werden.
  • Vishing ist Datendiebstahl per automatisierter Telefonanrufe. Dabei wird versucht, den Gesprächsteilnehmer irrezuführen und zur Herausgabe von Zugangsdaten, Passwörtern, Kreditkartendaten usw. zu bewegen.
  • Snarfing ist Datendiebstahl in kabellosen lokalen Netzwerken (z.B. WLANs oder WPANs). Dabei werden in drahtlosen Netzen zunächst drahtlose Geräte aufgespürt und versucht diese anzugreifen, indem Sicherheitslücken ausgenutzt werden.

Datenmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt

Datendiebstahl ist ein Straftatbestand nach §202a des Strafgesetzbuches:

  • Unbefugter Zugang zu Daten wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
  • Als Daten werden in diesem Sinne nur solche verstanden, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert oder übermittelt werden.

Werden die durch den Datenklau gewonnen Informationen weitergenutzt oder an unbefugte Dritte weitergegeben, liegt ein Missbrauch ihrer Daten vor. Dieser kann unterschiedliche Formen annehmen.

Formen von Datenmissbrauch

Der häufigste und mit den weitreichendsten Folgen zusammenhängende Missbrauch ist der Identitätsdiebstahl. Als Identitätsdiebstahl wird die missbräuchliche Nutzung personenbezogener Daten (Identität) durch Dritte bezeichnet. Mit der gestohlenen Identität können die Betrüger dann in Ihrem Namen beispielsweise Kreditkarten beantragen und direkt Geld transferieren. Datendiebstahl und -missbrauch muss sich allerdings nicht nur auf personenbezogene Daten beschränken, sondern es werden auch Wirtschaftsdaten gehandelt und missbraucht. So werden Daten von Unternehmen sowie deren Mitarbeitern und Kunden ausgespäht und weitergegeben.

Verständnis von Datenmissbrauch

Das Verständnis, was jeder einzelne unter Datenmissbrauch versteht, ist sehr unterschiedlich und subjektiv. Das zeigt eine Statistik von Statista (2010). Die Umfrage beschäftigt sich mit dem Verständnis des Begriffs „Datenmissbrauch“ bei Verbrauchern. Den Befragten wurde eine Liste mit möglichen Konsequenzen im Zusammenhang mit der Verletzung von Privatsphäre und Missbrauch persönlicher Daten. – Das höchste Bewusstsein scheint gegenüber der Gefahr zu bestehen, dass „Kreditkartendaten missbraucht werden“ können. 78 Prozent aller Befragten sind hier sensibilisiert. – 75 Prozent gaben das Veröffentlichen von Bildern mit Personen an, die davon nichts wissen bzw. nicht damit einverstanden sind. – Aber auch Produkte, die zugeschickt werden, ohne dass man sie bestellt hätte, verorten 72 Prozent der Menschen beim Datenmissbrauch. – Dagegen werden falsch abgebuchte Geldbeträge oder Fehlbuchungen nur von 47 Prozent als Datenproblem angesehen. Die Statista-Umfrage zeigt, dass Datenmissbrauch vielschichtig sein kann. Die gestohlenen Daten werden nicht nur online missbräuchlich verwendet, sondern können auch offline (z.B. bei wiederkehrenden Anrufen durch Callcentern) ihre Opfer suchen.

Wie schützen Sie sich vor Datenmissbrauch?

Am besten schützen Sie sich vor Datenmissbrauch, in dem Sie Datendieben keine Möglichkeit bieten, an Ihre Daten zu gelangen. Machen Sie es den Betrügern möglichst schwer! Grundsätzlich sollten Sie eine aktuelle und aktivierte Firewall und Virenscanner verwenden sowie auf verschlüsselte HTTPS-Verbindungen achten. Insbesondere beim Online-Banking und dem Umgang mit anderen sensiblen Daten gilt es, viel Wert auf Sicherheit zu legen. Elementar dabei, ist die Verwendung von sicheren Passwörtern.

Bei der Internetnutzung, egal ob sie online shoppen, Bankgeschäfte erledigen oder online kommunizieren, gehen Sie nicht leichtfertig mit ihren Daten um. Hegen Sie, wie im Offline-Leben auch, ein gesundes Maß an Misstrauen und vertrauen Sie Ihrem gesunden Menschenverstand. Im Alltag würden Sie beispielsweise auch keiner fremden Person Ihre Bank- oder Kreditkarten mit den jeweiligen PINs aushändigen. Selbiges gilt für das Internet. Geben Sie bei fragwürdigen Websites und Angeboten keine ihrer persönlichen Daten preis!

Zusätzlich warnt Sie unsere digitale Alarmanlage Owl, wenn Cyberkriminelle in die Hände Ihrer Daten kommen und diese gewinnbringend weiterverkaufen wollen.

Gehen Sie sorgfältig mit Ihren Daten um, damit Sie Datendieben keine Chance geben! So verhindern Sie Datenmissbrauch!

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